Parasiten bei Hunden

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Der Zeckenbiss stellt nicht nur ein hygienisches Problem dar, denn mit ihm werden auch spezifische Krankheiten wie Borreliose übertragen. Die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Krankheit kommt in ganz Deutschland vor. Die Borreliose wird häufig nicht erkannt, da die Krankheit oft erst nach Monaten einen sichtbaren Verlauf entwickelt. Neben allgemeinen Symptomen wie gestörtem Allgemeinbefinden und Fieber werden Gelenksentzündungen und wechselseitige Lahmheit beobachtet. Die durch ein Virus ausgelöste Hirnhautentzündung FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) ist bislang nur in bestimmten Gebieten Deutschlands nachgewiesen worden. Diese Krankheit zeigt meist neurologische Symptome gepaart mit Fieber.

Ohrmilbe, Krätzemilbe auch Räude genannt, Raubmilbe und Haarbalgmilbe verursachen starken Juckreiz und/oder Hautschuppung an befallenen Hautstellen. Bei Ohrmilben kommt es zu einem farblich sichtbar veränderten Ohrenschmalz. Der Hund kratzt sich häufig am Ohr und schüttelt den Kopf.
Die Krätzemilbe geht mit starkem Juckreiz einher und zeigt sich mit Beginn durch Schuppenbildung am Kopfbereich des Hundes.

Auch bei der Raubmilbe kommt es zu Juckreiz und Hautveränderungen, wobei in warmer und dunkler Umgebung eine erhöhte Symptomatik zu erkennen ist. Zeigen wird sich diese Milbenart an Kopf, Kruppe und Rücken des Wirtstiers, durch Schuppenbildung der Haut.

Haarbalgmilben mögen Welpen und verursachen Haarausfall, welcher anfangs im Gesicht sichtbar wird. Typische Erscheinung eines Befalls mit diesen Parasiten ist eine sogenannte “Brillenbildung” durch Haarausfall um die Augenregion des jungen Hundes.

Bei allen Milbenarten ist ein Tierarztbesuch unumgänglich.

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Zeckenhalsbänder werden einmalig in der Zeckensaison angelegt – für die Dauer von bis zu 9 Monaten. Wenn die Tiere baden gehen, sind sie nach dem Bad allerdings mehrere Tage ungeschützt, da der Wirkstoff aus den Poren der Halsbänder durch die Bewegung des Halsbandes wieder auf dem Fell verteilt werden muss.

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Hundeläuse erkennt man an ihren gelblich- braunen Körpern, welche nach einer Blutmahlzeit am Hinterleib dunkel gefärbt sind. Als flügelloses Insekt laufen sie als kleine dunkle Punkte auf der Hundehaut und legen ihre Eier nahe dem Haaransatz ab. Ein von diesen Parasiten befallener Hund beißt und juckt sich.

Abhilfe schafft entsprechende Medizin vom Tierarzt und zusätzliches reinigen der Schlaf- und Kuschelecken des Hundes.

Flöhe sind blutsaugende Parasiten und geben beim Einstich Substanzen ab, welche die Blutgerinnung verhindern und beim Wirtstier juckende Hautpartien verursachen.

Bei Anzeichen von Unruhe mit wiederholtem Kratzen und Jucken des Hundes, bevorzugt am Schwanzansatz oder an der wenig behaarten Bauchseite, kann es sich um Flöhe handeln. Beim Auskämmen und Scheiteln des Hundefells werden schwarze und bräunlich rote Punkte sichtbar. Abhilfe schafft vom Tierarzt verordnetes Insektizid in Form von Sprays oder Waschlösungen. Schlaf- und Liegeplatz, sowie die häusliche Umgebung des Hundes, müssen sorgfältig gereinigt werden.

Das Vermeiden des Kontaktes mit von Föhen befallenen Hunden und ein Flohhalsband sind eine wirksame Vorsorge.

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