Tumorerkrankungen bei Hunden

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Zu den am häufigsten bei Hunden auftretenden Todesursachen zählen Tumoren, die durch unkontrollierte Teilung der Körperzellen entstehen, wobei die Tumorzellen durch die Entartung ihre normale Funktion nicht mehr erfüllen können. Einerseits gibt es unkontrolliertes Zellwachstum mit entsprechenden lokalen Umfangsvermehrungen, andererseits die sich im ganzen Körper verteilenden Tumorzellen, z.B. bei Bluttumoren. Gutartige Tumoren wachsen lokal und langsam, verursachen aber durch Druck auf benachbarte Organe und Blutgefäße Probleme. Bösartige Tumoren dringen in umliegendes Gewebe ein und breiten sich über den Blutkreislauf auf andere Körperbereiche aus.

Anzeichen für Tumoren richtig erkennen:
Ungewöhnliche Umfangsvermehrungen, die nicht zurückgehen oder weiter wachsen
Nicht heilende Wunden
Gewichtsverlust
Ungewöhnlich großer oder geringer Appetit
Blutungen oder Ausfluss
Fress- oder Schluckschwierigkeiten
Bewegungsunlust
Anhaltende Lahmheit oder Steifheit
Atembeschwerden
Schwierigkeiten beim Urin- oder Kotabsatz

Die vielen verschiedenen Tumorarten erzwingen eine Vielzahl diagnostischer Untersuchungen wie Palpation, wobei nach typischen Knoten abgetastet wird, Blutuntersuchungen, Untersuchung der Blutzellen auf die durch tumorbedingte Gewebeschädigung entstehenden Substanzen, Biopsien (Entnahme von Gewebeproben), Bildgebende Verfahren, Endoskopie (Lichtfaser-Endoskop).

Fast 50% aller Hunde, die älter als l0 Jahre sind, erkranken an Tumoren. Der Einfluss von Geschlechtshormonen begünstigt die Entstehung mancher Tumorarten wie Gesäugetumoren bei Hündinnen oder Prostatatumoren bei Rüden. Einfluss auf die Tumorentstehung können auch Chemikalien wie Pestizide und Herbizide sowie Bestrahlung mit z.B. Röntgenstrahlen haben. Hauttumoren treten vermehrt bei Boxern, Milztumoren bei Deutschen Schäferhunden und Knochentumoren bei großen Hunderassen auf.

Zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten stehen heute zur Verfügung. Örtlich begrenzte Tumoren können chirurgisch entfernt werden. Hat sich der Tumor bereits ausgebreitet, gilt es mehrere Optionen abzuwägen: Bei der Chemotherapie werden spezifisch gegen den Tumor gerichtete Medikamente eingesetzt, die die Tumorzellen vernichten. Verabreicht werden Chemotherapeutika in Tablettenform oder meist als intravenöse Injektionen. Bei der in Spezialkliniken durchgeführten Strahlen-therapie wird starke Strahlung zur Vernichtung von Tumorzeilen bei möglichst geringer Schädigung gesunder Zellstrukturen eingesetzt. Bei der Diätetischen Tumorbehandlung spielt die Ernährung gemäß den neuesten Erkenntnissen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von an Tumoren erkrankten Tieren. Eine Reihe speziell entwickelter Produkte haben eine nachgewiesen unterstützende Wirkung im Kampf gegen Tumoren entfalten können.