Entzündungen des Kropfes bei Vögeln

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Kropfentzündungen werden bei Vögeln oftmals durch Infektionen mit Bakterien, Pilzen, oder Parasiten verursacht, wobei auch häufig solche Vögel erkranken, die chronischen Vitamin A-Mangel haben, da Vitamin A auch besonders wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern ist. Unter Vitamin A-Mangel leiden meist Vögel, die kaum Obst oder Grünfutter zu sich nehmen. Für Kropfentzündungen kommen auch unsaubere Futter- und Wassergefäße als Infektionsquelle in Frage, da eine Ansiedlung von Bakterien erleichtert wird. Gegen Kropfentzündungen ist Hygiene eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen.

Vögel mit Kropfentzündungen brauchen viel Wärme, wobei sie mit einer Wärmelampe bis zur völligen Genesung zu bestrahlen sind. Um eine zusätzliche Reizung des Kropfes zu vermeiden, ist auf die Gabe von Körnerfutter zu verzichten. Es ist nur weiches Futter wie Aufzuchtfutter, gekochter Reis und Magerquark zu füttern. Bei Verweigerung der Nahrungsaufnahme ist der Vogel zwangszuernähren. Wasser ist durch Kamillentee mit einer winzigen Prise Traubenzucker zu ersetzen.

Ist der Vogel an einer Kropfentzündung erkrankt, würgt und schleudert er mit zähem Schleim vermengtes Futter wieder aus. Der Kropf wölbt sich in den meisten Fällen unter dem Gefieder deutlich hervor und es kann auch zu zusätzlichem Durchfall kommen, da durch Herunterschlucken des Kropfschleimes die Krankheitskeime auch in den unteren Verdauungstrakt kommen. Vor einer Antibiotikabehandlung ist ein Kropfabstrich zu machen und labortechnisch zu untersuchen. Bis zum Vorliegen des Befundes werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Nach genauer Identifizierung des Krankheitserregers feststeht wird ein gezieltes Antibiotikum verschrieben.

Nach überstandener Kropfentzündung bleibt eine für Neuinfektionen sehr anfällige, geschädigte Kropfschleimhaut zurück. Eine Aufbaukur mit Vitaminen, besonders Vitamin A, spielt nicht zuletzt bei der Vorbeugung von Kropfentzündungen eine wichtige Rolle.