Krankheiten der inneren Organe bei Vögeln

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Die Lungenentzündung ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit, die meistens durch Infektionskrankheiten, Vergiftungen oder Parasiten entsteht und bei Nichtbehandlung zum Tod führt. Atemnot und Appetitlosigkeit gehören zu den auffälligsten Symptomen, wobei die Vögel apathisch und aufgeplustert auf der Stange sitzen.

Um die richtigen Medikamente geben zu können, muss bei einer Lungenentzündung in jedem Fall eine Behandlung durch den Tierarzt veranlasst werden. Unterstützt wird die Therapie mit milder Rotlichtbestrahlung und einer vitaminreichen Ernährung.

Die von den zwei Formen Eingeweidegicht und Gelenkgicht am häufigsten innerlich auftretende Nierengicht entsteht, wenn der Harnsäurespiegel im Blut steigt und die Nieren nicht mehr einwandfrei arbeiten. In den Gelenken oder im Nierengewebe lagern sich Abfallprodukte wie Uratkristalle aus Harnsäure ab. Äußerlich ist eine Nierengicht nicht zu erkennen, erst mit Fortschreiten der Krankheit entsteht etwas Durchfall, der Vogel wird zunehmend schwächer und bekommt Krämpfe. Da eine Heilung ist so gut wie unmöglich ist, kann nur versucht werden, die Krankheitsschübe etwas aufzuhalten. Zur Erleichterung der Krankheit ist der Eiweißgehalt des Futters zu reduzieren, um die Produktion von noch mehr Harnsäure zu verhindern. Zusätzlich kann dem Trinkwasser eine winzige Prise Traubenzucker sowie Vitamin-A und Vitamin-B12 zugesetzt werden.

Eine Nierenentzündung fällt meistens durch durchfallähnliche Ausscheidungen und um die Kloake verschmiertes Gefieder des Vogels auf. Es wird unterschieden zwischen akuter und chronischer Nierenentzündung. Bei der chronischen treten Durchfall und Störungen des Allgemeinbefindens periodisch auf. Fehler in der Ernährung wie Vitamin-A-Mangel oder zusalzhaltige Speisen sind oftmals Auslöder einer chronischen Nierenentzündung. Akute Nierenentzündungen werden oft verursacht durch Vergiftungen, häufige Infektionskrankheiten über Bakterien und Schimmelpilze. Eine chronische Nierenentzündung kann irgendwann in ein akutes Stadium übergehen, wobei vitaminreiches und eiweißarmes Futter gereicht werden sollten und dem Trinkwasser Vitamin-A zugefügt werden sollte. Der Vogel ist mit Antibiotika zu behandeln, auch wenn die Heilung einer Nierenentzündung nur in seltenen Fällen möglich ist und meistens eine vorgeschädigte Niere zurückbleibt.

Tumore treten im Bereich Leber und Niere auf und enden stets tödlich. Anzeichen sind:
Vogel ist plötzlich matt, teilnahmslos und frisst/bewegt sich wenig. Zunächst ist der Kot mit leichter Grünfärbung versehen, später wird er flüssiger als sonst und weißlich, wobei das völlige Fehlen der schwarzen Bestandteile auffällt. Zusätzlich bricht der Vogel Schleim. Tumore können bei Vögeln nicht operiert werden.