Parasiten bei Terrarientieren

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Es wird zwischen zweierlei Parasitenarten unterschieden:

Ektoparasiten leben an der Oberfläche des Körpers, zu ihnen gehören Milben und Zecken. Reptilien wie Echsen sind bei ausschließlicher Haltung im Terrarium in der Regel jedoch eher selten von diesen betroffen.

Endoparasiten leben im Inneren des Tieres und schaden somit den inneren Organen des Tieres. Endoparasiten können sowohl Einzeller (Protozoen) sowie Amöben (Wechseltierchen) und Flagellaten (Geißeltierchen) sein. Die Endoparasiten schädigen den Darm und Gallentrakt, zerstören Körperzellen, verursachen Nährstoffmangel, saugen Blut und sondern giftige Substanzen ab. Deutliche Zeichen von Parasitenbefall sind Erbrechen, Durchfall, Blutiger- und Schleimiger Kot.

Amphibien tragen oft sehr viele Ein- und Mehrzeller, die parasitär auftreten. Diese Parsiten kommen sowohl im Freien als auch auf ihren Wirten vor, ohne eine grundlegende Schädigung zu bewirken. Das Verhältnis Wirt-Parasit kann durch unzulängliche Haltungsbedingungen dahingehend verändert werden, dass sich das natürliche Gleichgewicht verschiebt, wodurch es zu Erkrankungen der Wirte kommen kann, die oft tödlich enden.

Beim Parasitenbefall wird zischen äußerem und innerem Parasitenbefall unterschieden. Ursache äußeren Parasitenbefalls kann schlechte Pflege des Terrariums sein, wobei tote Futtertiere oder Futterreste und auch Kot schnellstmöglich zu entfernen sind. Innere Parasiten können z.B. über Futtertiere aufgenommen werden. Es kann sich bei den Parasiten um Amöben, Flagellaten / Geißeln, oder Coccidien / Kokzidien und Oxyuren handeln. Ebenso kann es trotz ausreichender Nahrungsaufnahme zu Abmagerungen kommen. Die Beschaffenheit und der Geruch des Kotes können ein weiteres Indiz sein, wobei dieser bei bestehendem Parasitenbefall oft sehr übel riecht und unverdaute Nahrungsbestandteile aufweist. Die Konsistenz des Kotes ist häufig weich bis flüssig und Würmer sind möglicherweise sogar mit bloßem Auge zu erkennen.

Im Falle eines Befalls mit Parasiten muss das Tier in ein Quarantäne-Terrarium umgesiedelt werden. Gegenstände der Einrichtung sind im Backofen bei ca. 200 Grad ca. 15 Minuten zu desinfizieren. Erst bei einem negativen Ergebnis der nächsten Kotuntersuchung sollten die Tiere wieder in das alte Terrarium zurückgesetzt werden und nach einer Behandlung ist ohnehin 4-6 Wochen damit zu warten. Das alte Terrarium ist während der Quarantänezeit z.B. mit einem Dampfdruckgerät gründlich zu reinigen, der Sand ist komplett auszutauschen.