Vogelkrankheiten

Hautkrankheiten bei Vögeln – Ursachen und schnelles Handeln

Es gibt viele unterschiedliche Hautkrankheiten bei Vögeln die auf unterschiedliche Weise zu erkennen und zu Behandeln sind. Oberflächliche Hautverletzungen heilen beim Vogel meistens rasch und ohne Komplikationen ab und können mit abgekochtem lauwarmem Kamillentee gereinigt werden.

Hautkrankheiten bei Vögeln – Bei Blutungen schnell Handeln

Treten Blutungen egal bei welchen Hauterkrankungen bei Vögeln auf, so muss schnell gehandelt werden. Aufgrund der Blutarmut von Vögeln ist es wichtig die Blutung schnellstens zu stoppen. Dazu wird entweder blutstillende Watte auf die Wunde gedrückt oder in Eisen-III-Chlorid getränkte Wattestäbchen zum Abtupfen benutzt.

In vielen Haushalten leben oft mehrere Tiere zusammen wie zum Beispiel auch Katzen. So kommt es auch vor das der Vogel von der Katze verletzt wird. Bei Katzenbissen, beispielsweise ist dem Vogel unverzüglich ein Antibiotikum mit dem Wirkstoff Enrofloxacin zu injizieren, um die im Katzen Speichel nachgewiesenen gefährlichen Bakterien Pasteurella und Staphylococcus unschädlich zu machen.

Das EMA-Syndrom bei Vögeln

Bei Hautkrankheiten bei Vögeln wie dem EMA-Syndrom handelt es sich um noch weitgehend unerforschte Unterflügelekzeme, die häufig mit starkem Juckreiz einhergehen. Die Haut unter dem Flügel wird trocken und rissig und kann auch anschwellen. Wobei Pilze, Bakterien oder Viren hierfür verantwortlich gemacht werden.

Ausgelöst kann diese Erkrankung durch Stress, Mangelernährung oder Immunschwäche werden.  Oberflächliche Maßnahmen mit desinfizierende Medikamenten können vorübergehend meist nur eine Erleichterung bringen. Deshalb ist es wichtig einen Tierarzt aufzusuchen.

Hypertrophie – Verhornung der Schnabelwachshaut

Zu den Hautkrankheiten bei Vögeln gehört auch die Hypertrophie. Besonders bei älteren Vogelweibchen kommt es aufgrund von Mangelernährung oder hormonellen Umstellungen zu einer übermäßigen Verhornung der Schnabelwachshaut (Hypertrophie), oft auch mit einer dunkleren Verfärbung einhergehend. Die stark verhornte Wachshaut ist in mehreren Schichten bröckelig.

Bei dieser Veränderung ist darauf zu achten, dass die Nasenlöcher nicht zuwachsen. Sollte dies geschehen, ist die Wucherung einige Tage mit Lebertran-, Vitamin-A-Salbe oder Speiseöl zu einzuweichen und vorsichtig abzulösen. Die darunter liegende wunde Haut wird dann abschließend eine zeit lang mit Vitamin-A-Salbe behandelt.

Die Bürzeldrüsenverstopfung bei Vögeln

Die Bürzeldrüsenverstopfung gehört ebenso zu den Hautkrankheiten bei Vögeln und ist eine Verstopfung einer sich in Höhe des Schwanzansatzes befindlichen Talgdrüse, der Bürzeldrüse. Mit dem sich in ihr befindlichen Sekret wird das Gefieder des Vogels sauber, isolierend und wasserabweisend gehalten.

Ist diese Talgdrüse verstopft, so benagt sich sich der Vogel ständig im Bereich der Bürzeldrüse und das Gefieder sieht schlecht gepflegt aus. Kamillekompressen oder Massagen mit den Fingern können eine Besserung bringen.

Hyperkeratose – Hautverhornung

Bei Hautkrankheiten bei Vögeln wie der Hyperkeratose handelt es sich um eine übermäßige Hautverhornung hauptsächlich des Ständers oder an der Unterseite der Füße. Diese Auflagerungen führen zu Durchblutungsstörungen und sehr schnell zur Entwicklung von Sohlengeschwüren. Eine Verhornung dieser Art entsteht durch Fehlbelastung und Übergewicht, kann jedoch auch die Folge von Vitamin-A Mangel sein.

Die Hornschichten des Ständers bzw. der Füße werden vorsichtig mit Salicylöl, einer hornaufweichenden Substanz, oder mit Vitamin-A-Salbe aufgeweicht. Es ist auch möglich, Sonnenblumenöl oder Teebaumöl zu verwenden. In fortgeschrittenen und hartnäckigen Fällen benötigt ein befallener Vogel mehrere Vitamin-A-Injektionen.

Lipom bei Vögeln

Der Fetttumor (Lipom) zählt zu den gutartigen Geschwülsten und Hautkrankheiten bei Vögeln. Es handelt sich um weiche Wucherung, die langsam wachsend eine beachtliche Größe erreichen können. Lipome sind erkennbar an deutlicher Umfangsvermehrung, hauptsächlich im Brust- und Unterleibsbereich.

Für die Entstehung der Lipome sind oftmals Hormonstörungen verantwortlich, aber auch Verfettung und Bewegungsmangel. Vögel sollten generell, aber besonders bei Neigung zu Fetttumoren möglichst vielseitig und vitaminreich ernährt werden. Zu Beachten wäre auch das bei Unsicherheit auf jeden Fall ein Tierarzt zu Rat gezogen werden sollte.

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